myki - Verleihung Österreichischer Kinderschutzpreis 2019

Gemeinsam für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder 

9. Verleihung des Österreichischen Kinderschutzpreis MYKI

 

16. Oktober 2019: Gestern Abend fand bereits zum 9. Mal die Verleihung des Österreichischen Kinderschutzpreises MYKI im Rahmen der großen MYKI-Gala im Gartenpalais Liechtenstein statt. Vier beeindruckende und nachahmenswerte Projekte zur Förderung von Kindern wurden prämiert: 

KAT.1: Förderung der körperlichen & seelischen Entwicklung von Kindern 

Kat. 2: Gewaltprävention & Aufklärung über Gewalt 

Kat. 3: Förderung der kindlichen Persönlichkeit & Bildung

Kat.4: Gesellschaftliche Integration & materielle Sicherheit

Ein 5. Projekt mit dem Titel „Lebenssymphonie“ wurde mit dem MYKI-Anerkennungspreis ausgezeichnet.

 

Moderatorin und Mutter von 2 Kindern, Barbara Wussow führte die Gala Gäste durch den Abend. Das  Ausnahmetalent, Teo Gertler begeisterte mit seinen 11 Jahren das Publikum mit seiner Violine. Für den künstlerischen Höhepunkt sorgten Valentina Nafornita und Kammersänger Adrian Eröd. Zudem verwöhnte Christian Chytil, Caterer des Jahres 2018, mit einem vorzüglichen Gala-Dinner, begleitet von Spitzenweinen des Weinguts Payr, die Preisträger und Gäste. 

 

Die MYKI-Preisträger 2019

KATEGORIE 1: Förderung der körperlichen & seelischen Entwicklung von Kindern

Siegerprojekt: Mitmach-Ausstellung LebenErleben von Aktion Leben

Eingereicht: Mag. Helene Göschka

Die Ausstellung behandelt das Thema Schwangerschaft und was zu einer gesunden Entwicklung des ungeborenen Kindes beiträgt. Ziel von „LebenErleben“ ist es, Schwangerschaft und Geburt für Kinder und Jugendliche nachvollziehbar als besondere Lebensphase begreifbar zu machen. Eine Referentin, ein Referent führt durch sechs interaktive Stationen, die viele Möglichkeiten zum Experimentieren bieten: Die BesucherInnen öffnen Schatzkästchen, machen es sich im Gebärmutterzelt gemütlich oder versuchen mit Babybauch Schnur zu springen. Auch das Einbeziehen von Genetik und Epigenetik sowie „Basics“ wie Verhütung oder männliche und weibliche Fruchtbarkeit wird von den bereitgestellten Materialien unterstützt. 

 

KATEGORIE 2: Gewaltprävention & Aufklärung über Gewalt
Siegerprojekt: Gender-Diversity-Workshops in der Justizanstalt Wien-Josefstadt

Eingereicht: Elena Kundrat und Sophie Kindermann

Der Gender-Diversity-Workshop stellt ein in Modulen aufgebautes Beratungs- und Diskussionsforum dar. Unter sozialpädagogischer Anleitung werden Jugendliche in Haft dabei gefördert, sich mit den Themen Sexualität und Gesundheit sowie Respekt und Toleranz in altersadäquater Weise auseinanderzusetzen. Dieses Pionier-Projekt hat sich den Preis verdient, weil er nicht nur zu der Wahrnehmungs- und Persönlichkeitsentwicklung, sowie Bildung der Jugendlichen beiträgt, sondern auch eine präventive und enttabuisierende Wirkung hat

 

KATEGORIE 3: Förderung der kindlichen Persönlichkeit & Bildung
Siegerprojekt: Österreichischen Jugendblasorchester-Wettbewerb

Eingereicht: Karoline Kundert-Schmidl

Die Österreichische Blasmusikjugend veranstaltete bereits zum achten Mal den „Österreichischen Jugendblasorchester-Wettbewerb“. Im Zuge dieses Wettbewerbes messen sich vereinseigene sowie vereinsübergreifende Jugendblasorchester, Musikschulorchester und Auswahlorchester bundesweit untereinander. Dem Bundeswettbewerb gehen die Landesqualifikationen voraus, denen sich im Vorfeld tausende Musikerinnen und Musiker stellten. Insgesamt 20 Jugendblasorchester aus Österreich, Südtirol und Liechtenstein qualifizierten sich zum „8. Österreichischen Jugendblasorchester-Wettbewerb“. Das gemeinsame Musizieren in einem Orchester erweitert die soziale Kompetenz eines jeden Kindes und Jugendlichen und so die Persönlichkeit und Bildung fördert. In einem Orchester spielen Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters zusammen. Der JBO-Wettbewerb dient zur Entfaltung der künstlerischen, organisatorischen und sozialen Fähigkeiten der Jugendlichen.

 

KATEGORIE 4: Gesellschaftliche Integration & Materielle Sicherheit
Siegerprojekt: Musiktherapie mit Geflüchteten

Eingereicht: Thomas Stegemann

Das Projekt „Musiktherapie mit Geflüchteten“ wurde 2014 im Rahmen der mdw-Initiative „Musik für Geflüchtete/refugees_mdw“ initiiert. Seit 2015 wurde Musiktherapie ehrenamtlich angeboten, ab 2016 als Wahlfach für Musiktherapie-Studierende mit supervisorischer Begleitung. Das musiktherapeutische Einzel-Angebot findet im Integrationshaus wöchentlich statt und bietet den Kindern und Jugendlichen für 30 – 50 Minuten einen geschützten Raum mit musiktherapeutischem Instrumentarium. Begleitend finden (sofern möglich) Elterngespräche statt, ggf. kann ein/e Dolmetscher/in hinzugezogen werden. Seit 2015 konnten insgesamt 22 Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung Musiktherapie-Einzelplätze zur Verfügung gestellt werden (insgesamt 321 musiktherapeutische Einzel-Sitzungen). Zum musiktherapeutischen Instrumentarium gehören Musik- und Effektinstrumente, die einfach spielbar sind sowie Gitarre und Klavier/Keyboard.

 

ANERKENNUNGSPREIS

Siegerprojekt: Lebenssymphonie

Eigereicht: Mag. Monika Rammal

Das Projekt "Lebenssinfonie" widmet sich der Bekanntmachung der äußerst seltenen De Novo-Mutation "KAT6A". Hierfür wurde in kreativer Kooperation der Musiktitel "Lebenssinfonie" komponiert und getextet, welcher Grundlage für das gleichnamige Musikvideo ist. Die Lebenssinfonie wird die KAT6A-Hymne weltweit - "Symphonie of life"- und dient der Bewusstseinsbildung für seltene Erkrankungen, insbesondere KAT6A. Im Film werden die österreichischen KAT6A-Kinder Eleanor, Paulina und Leo der Öffentlichkeit vorgestellt. Die "Lebenssinfonie" thematisiert auf einfühlsame Weise, die von Antoine de Saint-Exupéry geschaffene Haltung "man sieht nur mit dem Herzen gut" und ist appellativ an die Hörerschaft gerichtet "Jedes Kind dieser Welt, lass geschehen, kannst du mit dem Herzen sehn und verstehe." Es wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt und von der Gruppe Tirolerisch gespielt im Tonstudio "ambient-studio" von Manu Stix aufgenommen. Es erscheint im nächsten Halbjahr auf CD und dient dazu in Österreich und Deutschland auf die seltene Erkrankung KAT6A aufmerksam zu machen, wobei vor allem die Tatsache, dass sehr viele der KAT6A-Kinder nonverbal sind, im Vordergrund steht. Deshalb wird das Lied im Film auch nicht nur gesungen, sondern durch die 22-jährige hochgradig schwerhörige KAT6A-Botschafterin Cindy Klink gebärdet.

Der ÖSTERREICHISCHE KINDERSCHUTZPREIS MYKI - symbolisch für MY KIDS -wurde 2011 von Martina Fasslabend ins Leben gerufen, um besondere Vorzeigeprojekte zum Schutz der Kinder auszuzeichnen und zu unterstützen. Der unabhängige und überparteiliche Verein, der die Kinderschutzinitiative trägt, versteht sich als Anwalt für Kinder und möchte mit seiner Tätigkeit das öffentliche Bewusstsein für die Bedürfnisse von Kindern vertiefen. Dies unter anderem dadurch, dass er einmal pro Jahr den Österreichischen Kinderschutzpreis vergibt und Projekte prämiert.

 

Österreichischer Kinderschutzpreis

Postfach 22, 1011 Wien

www.kinderschutz-preis.at

fasslabend@kinderschutz-preis.at

https://www.facebook.com/mykihilfthelfen/

 

Fotos

 

© Allegria