• Presse

Die Schaubühne Wien bringt "Der Bockerer" nach Österreich - Vom 26 Oktober bis 4. Dezember in ausgewählten Theatern in Wien, NÖ, OÖ und der Steiermark

Kunde: Schaubühne Wien | Freitag, 9. September 2016 | Autor: Michaela Plank

Vom 26. Oktober bis 4. Dezember 2016 bringt die Schaubühne Wien "Der Bockerer", ein Theaterstück von Ulrich Becher und Peter Preses, auf die Theaterbühnen Österreichs.
Der "Bockerer" symbolisiert einen einfachen Menschen, mit seinen Vorzügen, seinen Schwächen, seiner Leidenschaft für Gerechtigkeit und seiner grundsoliden Anständigkeit. Auch heute 2016, über 70 Jahre nach Kriegsende, in einer Zeit, die erneut von Radikalismus, Krieg und Flüchtlingsproblematik geprägt ist, hat die Geschichte des Bockerers nichts an Aktualität verloren.
Die Premiere findet am 26. Oktober 2016 im Thaeter Center Forum statt. Danach ist "Der Bockerer" in ausgewählten Theatern in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark zu sehen.
 
"Der Bockerer" mit Rudi Larsen, Stephan Paryla-Raky, David Miesmer, Irene Budischowsky, Leila Strahl, Anke Zisak, Martin Gesslbauer, Sebastian Blechinger, Johannes Kaiser und Gregor Viilukas in den Rollen erzählt die Geschichte des Fleischhauers Karl Bockerer, der nicht verstehen kann und will, was die Veränderungen sollen, die das Dritte Reich mit sich bringt. Denn mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich gerät sein Leben komplett aus den Fugen. Sein Sohn Hansi ist der Faszination der Nazis bereits erlegen, seine Frau Binerl zieht es zu deren Aufmärschen hin. Als die Nazis ihm dann auch noch seinen jüdischen Tarockpartner Rosenblatt vertreiben, beginnt er sich auf seine Art zu wehren: mit einer Mischung aus Naivität, Humor und Bauernschläue.

Das Bühnenstück "Der Bockerer" von Ulrich Becher und Peter Preses konnte über den deutschen Sprachraum hinaus große Erfolge feiern. Ursprünglich als "tragische Posse" bezeichnet wurde es am 2. Oktober 1948 an der Scala in Wien uraufgeführt. Mit 80 Aufführungen war "Der Bockerer" eines der erfolgreichsten Stücke der Scala. Doch durch die Gegnerschaft Torbergs, der in der Nachkriegszeit alles boykottierte, was nur mit einem Hauch von Kommunismus belastet war, erfuhr das Stück nach der abgelaufenen Spielsaison vorerst geringe Popularität und keine Wiederaufnahme.
Später wurde das Werk verfilmt - in der Filmversion von Franz Antel, der die Titelrolle mit Karl Merkatz besetzte, wurde der Bockerer auch für die Oscar-Nominierung vorgeschlagen. Sogar in Peking und Shanghai wurde das Stück aufgeführt.
Ab 26. Oktober 2016 ist "Der Bockerer" auf ausgewählten Bühnen in Österreich zu sehen.

© Allegria